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Arbertour

Mittwoch, 11. Juli 2001

Am Mittwoch hieß es erneut früh aufstehen und so langsam bekamen wir Routine darin. Nach dem Frühstück liefen wir ca. 6 km zum Bus, der uns zum Arber (Berg im bayrischen Wald) fuhr. Wolle musste mit Wolfgang  zum Arzt, weil der einen, wie sich später herausstellte, Glassplitter im Fuß hatte. Nachdem wir auf dem Berg angekommen waren, warteten wir singender Weise ungefähr zwei Stunden in dem Berggasthof auf die Wolfgangs. Nach vergeblichem Warten wanderten wir im strömenden Regen zum Gipfelkreuz hoch. 

Wir standen durchnässt in den Wolken.

 

 

 

 

 

Auf dem blauen Tuch der Blusen liegt der Staub der vielen Stunden.


Schweigend zieht die junge Horte, weiter Weg braucht wenig Worte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sie lassen alles in der Tiefe liegen,
bringen nur sich selbst hinauf ins Licht...

...gegen den Sturmwind zu singen, der uns die Fahne zerreißt...

 

Wer den Sonnenaufgang auf dem Berg erleben will, muss erst einmal hinaufsteigen.
Hans-Peter von Kirchbach

 

 

 

 

 

Als alle Fotoapparate mindestens ein Foto auf dem Film oder Chip hatten, machten wir uns auf den Weg, der sich als sehr steinig und schlecht begehbar erwies, etwa 6 km zum tiefer gelegenen großen Arbersee. In einer Gaststätte versuchten wir unsere Kleidung einigermaßen zu trocknen (mit mäßigem Erfolg). Matze, Matthi, Robin A., Benni t.H. und ich kamen auf die Idee in strömenden Regen (die Klamotten waren eh durch und durch naß)  Tretboot zu fahren und so bekamen wir auf Grund der Wetterverhältnisse für eine halbe Stunde im Regen zwei Boote zum Preis von einem. Es stellte sich heraus, dass Wolfgang schon da gewesen war, wir uns aber offensichtlich verpasst hatten. Somit warteten wir, nachdem der Gasthof zugemacht hatte, unter einem Balkon auf Wolle und den Bus, der uns um 17:15h wieder abholen sollte, da Dirk noch mit ihm einkaufen fahren wollte. Die 1,5 Stunden vertrieben wir uns zum warm werden mit der "Bündischen Hitparade". Als der Bus kam und von Wolle immer noch jede Spur fehlte, machten wir uns in der Hoffnung, dass er bereits eingekauft und Feuer und heißen Tee für uns hatte, auf den Weg zum Lager. Da wir schon durch und durch nass waren, machte uns der 6 km lange Rückweg im Regen auch nichts mehr aus. 
Am Lagerplatz angekommen mussten wir die Jurte neu abspannen, da der Regen seine Spuren hinterlassen hatte. Es stellte sich heraus, dass noch kein Essen besorgt worden war und deshalb waren wir wieder einige Zeit alleine, während Dirk und Wolle unser Abendessen organisierten. 

 

Wir machten Feuer, auf dem wir später die Erbsensuppe mit Wursteinlage zubereiteten. 

Zwischenzeitlich stillten wir den ersten Hunger mit Bratkartoffeln, durchwachsenen Speck und Zwiebeln.

Noch vor dem Essen unterhielten wir uns über unsere Hobbies und ich ließ mich von Dirk verleiten meinem Hobby nachzugehen (Taekwondo) und ein Brett der Stärke 4cm zu zerschlagen, wobei die zuvor noch sehr kranken (Wolfgang & Sara) interessiert aus ihren Schlafsäcken sprangen. Anschließend ließen wir uns die Suppe schmecken und gingen alle müde in die Schlafsäcke.